Gibt es nicht genug Hunde in unseren Tierheimen?

Warum noch Hunde aus dem Ausland aufnehmen?

 

Einen zukünftigen vierbeinigen Gefährten im örtlichen Tierheim zu suchen, ist meist der erste und naheliegende Weg für Tierfreunde. Doch die meisten Menschen kommen mit einer ungefähren Wunschhund- Vorstellung und nicht nur Familien mit Kindern suchen meist kleinere und/ oder jüngere Hunde. Auch ein "für Anfänger geeigneter" Vierbeiner wird oft nachgefragt.

Diese Tiere jedoch, werden selten abgegeben und entsprechend Wenige sind dann auch in der Vermittlung unserer deutschen Tierheime.

Würden die Interessenten aber auch einen Hund aufnehmen, der so gar nicht ihrer Vorstellung entspricht oder würden sie das Tierheim verlassen und dann über das Internet (vielleicht aus Unwissenheit?)  einem unseriösen Züchter oder Hundehändler einen Hund abkaufen?

Das wäre schade, denn so wäre der erste, wunderbare Gedanke, einem Hund aus dem Tierschutz ein neues Zuhause zu schenken, zum Gegenteil umgeschlagen! 

 

Warum also, sollte man nicht Hunden, die aus Ländern stammen, in denen sie nichts wert sind, nicht ausreichend versorgt werden, an der Kette ihr Dasein fristen, auf der Straße mit all seinenen Gefahren leben, im Winter erfrieren, im Sommer vor Hitze eingehen oder nicht selten auch verdursten, im Regen auf dauerfeuchtem Boden liegen müssen, Monate in einem dunklen Verschlag vegetieren müssen, ... 

ein schönes Zuhause schenken?

 

 

Warum sollte man ihnen nicht ein glückliches Leben ermöglichen, 

Ohne jede Hoffnung: 2010 im Isolator in Rousse/ Bulgarien
Ohne jede Hoffnung: 2010 im Isolator in Rousse/ Bulgarien

... ihr Leben retten?

In vielen "Stationen", genannt auch Todeshäuser, Perreras, Ponds, Isolatoren, Tötungen, ... je nach Land unterschiedlich . werden die Tiere nach einigen Tagen grausam eingeschläfert oder gar erschlagen, ooooder vorher, noch als Straßentiere grausam vergiftet. Manche dieser "Stationen" nennen sich sogar "Tierheime", da das Tierschutz- Gesetz des Landes geändert wurde - das jedoch meist nur auf dem Papier und geändert für die armen Tiere hat sich nichts.

 

Warum?  Deshalb. Einige unserer Fotoeindrücke aus Auslandstierheimen- bzw. Tötungen in verschiedenen Ländern.

 

Warum also,

sollte man nicht gesunde, gut vermittelbare Hunde aufnehmen,

die jahrelang, ohne Auslauf und Streicheleinheiten dahinvegetieren, weil es in manchen Länden "unüblich" ist, einen Mischling oder erwachsenen Hund ein Zuhause zugeben, während bei uns in den Tierheimen manchmal die warmen, trockenen Zwinger manchmal leer stehen?

 

 

Werden unsere deutschen Tierheime nicht dadurch sogar attraktiver und so auch rentabler, wenn man sich auf der Hundewiese erzählen kann:

„Meine Luna ist aus dem Tierheim, ich konnte mich kaum entscheiden, soviel tolle Hunde! Das habe ich meiner Nachbarin, einer älteren Dame, erzählt und die hat nun eine 8- jährige Dackeldame vom Tierheim aufgenommen. Die Zwei passen super zusammen und sind glücklich!“

Und wenn der Gesprächspartner dann sagt: „Klasse, das muss ich gleich meiner Freundin erzählen, sie sucht einen sportlichen Hund zum joggen! „

Vielleicht wird so ein Tierheim- Dauerbewohner (durch die Hilfe eines Auslandshundes) vermittelt, der noch lange gewartet hätte, weil er so temperamentvoll ist, so viel Auslauf braucht,…. so wird beiden Seiten geholfen.

 

Wenn man positiv über unsere Tierheime spricht, werden sie mehr Zulauf von hundeinteressierten Tierfreunden bekommen und so können mehr Hunde, auch Dauerbewohner, in ein Zuhause vermittelt werden. 

Auch kommt es immer wieder vor, dass Jemand im Tierheim nach einem kleinen, weißen Wuschel schauen wollte, sich aber dann in die wunderschönen Augen eines großen, schwarzen und älteren Hundes verliebt hat. Das sind dann die schönste Vermittlungen!

 

Denn manchmal verändert ein einziger Satz ein ganzes Hundeleben.

 

jutta kromer

Hundehilfe Gabriel 

 

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